
Farben waren schon in den Kultstätten vergangener Generationen ein zentraler
Bestandteil der Gestaltung. Sie sorgten für die Stimmung, die die Priesterschaft
vermitteln wollte. Heute bestätigen wissenschaftliche Untersuchungen die
Eigenschaften farblicher Ausgestaltung von Räumen und ihrer Bedeutung.
So wirkt zum Beispiel:
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Rot warm und anheimelnd,
• Gelb bringt die Sonne - etwa in nach Norden gerichtete
Räume,
• Grün wirkt
friedlich, beruhigend und strahlt eine gewisse Hoffnung aus,
• helles Blau ist ebenfalls ruhig, zugleich
aber kalt,
• Dunkelblau
hingegen macht Räume schwer und ernst.
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Das Gegenteil bewirkt Orange. Es wirkt warm und feurig und
vermag kleine Räume zu vergrößern.
• Weiß ist ebenfalls eine „vergrößernde“ Farbe, es
blendet und wirkt dazu noch sauber. Nicht ohne Grund erstrahlen Spitäler und
Labors in blendendem Weiß.
•Grau ist unpersönlich und neutral. Will man es in grauen
Räumen behaglich haben, so muss man mit bunten Möbeln oder Accessoires Akzente
setzen.
•Das gilt ebenso
für die Farben Braun oder Beige. Sie können sehr gut wirken, wenn sie mit den
richtigen „Farbtupfern“ kombiniert werden.
GRUNDSÄTZLICHE WIRKUNG DER
FARBEN
Helle Farbtöne wirken leicht und freundlich,
vermitteln den Eindruck von Weite und lassen jeden Raum größer erscheinen.
Empfehlenswert für kleine Räume und Menschen die an weiße Wände gewöhnt
sind.
Dunkle Farben hingegen wirken düster, einengend,
umschließend, begrenzend und können Geborgenheit vermitteln. Sie verkleinern
Räume optisch. Für Räume die Behaglichkeit ausstrahlen sollen und für große und
weite Räume. Je dunkler der Ton ist, desto kleiner, allerdings auch gemütlicher
wirkt ein Raum.
Kalte Farben schaffen Distanz, sind
passiv und vermitteln den Eindruck von Sachlichkeit und Funktionalität. Außerdem
wirken sie entspannend, beruhigend, kühlend und erfrischend. Optimal für Räume
mit viel Sonneneinstrahlung und in heißen Landstrichen. Die optische Ausweitung
von Räumen wird somit begünstigt.
Gut geeignet für Räume, die zum Entspannen
und Relaxen dienen sollen (z.B. Schlafzimmer) oder für überarbeitete Menschen
bei Konzentrationsstörungen.
Warme Farben schaffen Nähe
und eine persönliche, gemütliche und anheimelnde Atmosphäre. Sie wirken anregend
und aktivierend und bieten sich hervorragend für Räume in Richtung Norden und in
kalten Landstrichen an. Raumtemperaturen werden um einige Grad höher geschätzt.
Warme Farben wirken körperlich und seelisch aufmunternd und aktivierend und sind
gut für Zimmer geeignet, in denen man eine sitzende Tätigkeit
ausführt.
RAUMFUNKTIONEN, BEDÜRFNISSE und NUTZUNG -
GÜNSTIGE FARBEN / VORSICHT
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WOHNBEREICH Nestwärme, Gemütlichkeit,
Kommunikation |
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Günstig: Warme Farben wie Rot, orange, gelb,
braun,beige,grün
Vorsicht: Kalte Farben wirken
einschläfernd und hemmen die Stimmung und Aktivität
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ESSBEREICH Appetit,
Kommunikation |
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Günstig: Helle Farbtöne wie: Hellgrün, grün, gelb, orange,
rot
Vorsicht: Grau verdirbt den Appetit, Blau
hemmt Kommunikationsbereitschaft und Fröhlichkeit
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SCHLAFBEREICH Ruhe, Entspannung,
Schlafen |
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Günstig: Kalte Farben und Blau in allen
Variationen
Vorsicht: Warme Farben regen an und
auf
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ARBEITSBEREICH Aktivität, Frische,
Konzentration, Leistungssteigerung |
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Günstig: Zarte Tönungen: Gelb, grün, gelb-grün,
orange
Vorsicht: Kalte Farben wirken
einschläfernd
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KINDERZIMMER Spielen,
Schularbeiten, Schlafen |
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Günstig: Je nach Bereich zarte Tönungen: Rot, orange, gelb,
blau
Vorsicht: Zuviel Rot fördert die
Aggression
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KÜCHE Appetitlichkeit,
Sauberkeit, Hygiene, Arbeit |
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Günstig: Warme Farben: zarte oder kräftigere
Tönungen
Vorsicht: Grau verdirbt den Appetit, Blau
hemmt Kommunikationsbereitschaft und Fröhlichkeit
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